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Das Schöne und das Gehirn. Zur neuen Psychologie der Ästhetik
"Das Schöne - Formen und Funktionen"
Schönheit hat Konjunktur - nicht nur in Kunst-, Sozial- und Kultur-wissenschaften, sondern auch als naturwissenschaftliches Thema. In der öffentlichen Wahrnehmung ist die Ästhetik des Schönen weitgehend auf körperliche Attraktivität fixiert: Schönheit wird zum persönlichen Kapital, das zu Anerkennung und Erfolg verhelfen soll. Soziobiologische Konzepte gehen davon aus, dass die Ideal-vorstellung des schönen und perfekten Körpers biologisch determiniert ist.
Über eine Definition des Begriffs "Schönheit" wird seit der Antike diskutiert. Die Einheit des Wahren und Guten mit dem Schönen wurde zum klassischen Ideal erklärt. Doch am Beginn des 21. Jahr-hunderts ist der Konsens darüber, was das Schöne "schön" macht, zerfallen. Es wird deutlich, dass Schönheitsvorstellungen nicht nur individuell, sondern auch historisch und kulturell variieren.
Im sechsten Vortrag der Reihe "Das Schöne - Formen und Funktionen" spricht Prof. Dr. Thomas Jacobsen, Professor für Allgemeine Psychologie am der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften an der Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg, zum Thema: "Das Schöne und das Gehirn. Zur neuen Psychologie der Ästhetik".
Der Vortrag beginnt um 18:15 Uhr im Hörsaal N1 in der Muschel, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Weitere Termine der Reihe:
Mittwoch, 9. Juni 2010:
"Sonderweg in der Ästhetik: Das Musikalisch-Schöne"
Prof. Dr. Albrecht Riethmüller, Freie Universität Berlin
Mittwoch, 16. Juni 2010:
"Schönheit der Verwitterung"
Prof. Dr. Jörg Zimmermann, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Mittwoch, 23. Juni 2010:
"Struktur- und Funktionsänderung zur Verbesserung der Gesichtsästhetik"
Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner, Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas, Universitätsmedizin Mainz
Mittwoch, 30. Juni 2010:
"Das Schöne im geschichtlichen Wandel. Über einen Grundunterschied antiker und moderner Schönheitsauffassung"
Prof. Dr. Arbogast Schmitt, Philipps-Universität Marburg
Mittwoch, 7. Juli 2010:
"Ästhetik in Japan: Graf Kukis Analyse von Iki als Prinzip einer städtischen Ästhetik"
Prof. Dr. Heinz Paetzold, HAW Hamburg / Universität Kassel
weitere Infos unter http://www.studgen.uni-mainz.de