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"Mehr oder weniger menschlich" - Für einen aufgeklärten Posthumanismus
"Doping und Enhancement. Grundfragen der Ethik"
Das Bestreben, die menschliche Leistungsfähigkeit zu steigern und Stimmungen positiv zu beeinflussen, gehört zu den Grundzügen des Menschseins. Die Debatte darüber, welche Maßnahmen und Ein-griffe zulässig sind, gewinnt mit den neuen Einsichten in die Grund-lagen unserer kognitiven und emotionalen Fähigkeiten an Brisanz. Die Verfügbarkeit von psycho- und neuroaktiven Substanzen und Techniken wirft ethische Fragen auf, die den Diskussionen um Doping im Sport vergleichbar sind: Wie kann Chancengleichheit gewährleistet werden? Wer legt Verbote und Zulässigkeiten fest, wie können sie begründet werden? Welche gesellschaftlichen Bedingungen fördern, welche verhindern Manipulationen? Zudem wird mit der gezielten Beeinflussung geistiger Fähigkeiten unser Verständnis davon, was es heißt, ein Mensch zu sein, auf ganz neue Weise in Frage gestellt.
Im vorletzten Vortrag der Reihe spricht PD Dr. Stefan Herbrechter, Reader in Cultural Theory an der Coventry School of Art and Design, Coventry University, UK, zum Thema: "'Mehr oder weniger menschlich' - Für einen aufgeklärten Posthumanismus".
Der Vortrag findet im Hörsaal N1 in der Muschel, Johann-Joachim-Becher-Weg 23, auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.
Letzter Termin der Reihe:
Montag, 5. Juli 2010:
"Vom Zwangsdoping zum chemischen Systemzwang im Elitesport?"
Prof. Ines Geipel, Professorin für Deutsche Verssprache, Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", Berlin - ehem. Leistungssportlerin - Schriftstellerin
weitere Infos unter http://www.studgen.uni-mainz.de