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Landesmuseum Mainz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

Das Landesmuseum Mainz ist eines der ältesten Museen Deutschlands. Zu den umfangreichen kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen des Hauses zählen heute neben Gemälden, Skulpturen und Grafiken vom Mittelalter bis in die Gegenwart auch die archäologischen Fundstücke der Römerzeit aus Mainz und Rheinhessen, vor- und frühgeschichtliche Artefakte, Kunsthandwerk aus der Region sowie Judaika. Fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betreuen die Sammlungen und arbeiten an deren Erschließung.

Der Wissenschaft kommt innerhalb der vier Kernaufgaben eines Museums –Sammeln, Erhalten, Erforschen und Präsentieren – eine besondere Bedeutung zu, da sie die Basis für die anderen traditionellen Aufgaben darstellt. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Kunst- und Kulturgeschichte der Region ermöglicht erst das Definieren einer Sammlungsstrategie, die letztlich auch darüber entscheidet, was erhaltenswert oder sammelnswert ist und was nicht. Auch das Restaurieren muss auf einer mehrdimensionalen Beurteilung des Objektes beruhen, dessen Historizität und Aussage bei erhaltenden Maßnahmen zu berücksichtigen sind. Heute gilt weiters, dass Ausstellen mehr als bloßes Zur-Schau-Stellen bedeutet, dass dieses Darstellen von Zusammenhängen neue Eindrücke und neues Wissen generiert. Auch dafür ist eine wissenschaftliche Aufbereitung grundlegend. Das Landesmuseum Mainz verfolgt dabei verstärkt einen interdisziplinären Zugang. Dabei sind Universitäten und außeruniversitäre Einrichtungen wichtige Partner. 2015 präsentiert das Landesmuseum etwa die Ausstellung „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation“, die im Rahmen einer Kooperation mit der Evangelischen Theologie der Universität Mainz entsteht. Bei der Untersuchung frühmittelalterlicher Skelettfunde wurde kürzlich das Institut für Anthropologie der Universität Mainz hinzugezogen. Bildquellen und das Fachwissen der Museumsmitarbeiter unterstützen zugleich Projekte externer Partner wie beispielsweise die 3D-Rekonstruktion des mittelalterlichen Kaufhauses am Brand, die das Institut für Geschichtliche Landeskunde (IGL) und das Institut für Mediengestaltung (IMG) der Fachhochschule Mainz zusammen mit dem i3mainz (Institut für raumbezogene Informations- und Messtechnik) verwirklicht haben. 

Das Landesmuseum bietet der Wissenschaft Originale als primäre Quellen, die immer wieder neu befragt werden können und bei sachgemäßer Erhaltung diese Qualität auch noch folgenden Generationen bieten werden können. Dem gesetzlichen Auftrag, allen Bürgerinnen und Bürgern die Teilhabe am Kulturellen Erbe zu ermöglichen, entspricht das Landesmuseum schließlich durch einen hohen Anspruch an die Qualität der Vermittlung, durch eine aktive, zielgruppenspezifische Ansprache möglichst des gesamten sozialen Spektrums der Bevölkerung und durch ein umfassendes Verständnis von Barrierefreiheit. 

Webseite des Landesmuseum Mainz

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