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Professor Bilal Al-Nawas neuer Direktor der Mainzer MKG-Chirurgie

Amtsübergabe von Univ.-Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner an Univ.-Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas erfolgt

(Mainz, 30. November 2017, ok) Univ.-Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas wurde gestern im Rahmen einer feierlichen Amtsübergabe als neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie – Plastische Operationen (MKG) der Universitätsmedizin Mainz begrüßt. Gleichzeitig wurde sein Vorgänger, Univ.-Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner, verabschiedet. Offiziell wird Prof. Al-Nawas sein neues Amt zum 1. Dezember 2017 antreten. Der 49-jährige ist ein international anerkannter Experte auf den Gebieten Implantologie und plastisch-rekonstruktive Chirurgie. Darüber hinaus gilt er als ausgesprochen versiert auf dem Zukunftsfeld des medizinischen 3-D-Drucks.

„Professor Bilal Al-Nawas zählt zum Kreis der international anerkannten und herausragenden Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen. Es freut mich sehr, dass wir ihn für diese verantwortungsvolle Aufgabe gewinnen konnten. Er bringt ideale Voraussetzungen mit, um die zunehmend interdisziplinäre Ausrichtung in den Bereichen Forschung, Lehre und Krankenversorgung seines Faches voranzutreiben“, freut sich der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer über die gelungene Berufung von Professor Al-Nawas. Dessen Vorgänger, Professor Wagner, spricht er seinen Dank aus: "Professor Wagner kann auf eine außergewöhnliche Karriere zurückblicken. Ihm ist es zu verdanken, dass die Universitätsmedizin Mainz im Bereich der zahnmedizinischen Versorgung weit über die Grenzen hinaus einen hervorragenden Ruf genießt."

„Diese Berufung hat auch wegweisenden Charakter für die Weiterentwicklung des Forschungsprofils der Universitätsmedizin Mainz“, unterstreicht der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann. „Gerade aufgrund seiner Forschungsexpertise im Bereich des medizinischen 3-D-Drucks stellt Professor Al-Nawas ein wichtiges wissenschaftliches Bindeglied in unserem Forschungsschwerpunkt BiomaTICS dar.“ ´BiomaTICS – Biomaterials, Tissues and Cells in Science´ beschäftigt sich mit der Interaktion von Geweben und Zellen mit körperfremden Materialien und Oberflächen. Hierbei spielen auch 3-D-Drucktechniken eine wichtige Rolle. Professor Wagner bezeichnete der Wissenschaftliche Vorstand in seiner Laudatio als den ´Doyen der Mainzer Zahnmedizin´: „Er hat in seinem Fach wie kein anderer Maßstäbe gesetzt. Zu seinen wichtigsten Eigenschaften zählen seine Beharrlichkeit, seine Bereitschaft, in Problemen stets Herausforderungen zu sehen, die es zu meistern gilt und seine Fähigkeit, sich in hohem Maße für Dinge begeistern zu können, die über das Alltägliche hinausgehen. So ist es ihm - nicht zuletzt wegen des hohen Anspruchs an sich selbst - gelungen, die universitäre Zahnmedizin in Mainz mit seinem gesamten Team zu einer ganz besonderen Marke zu entwickeln."

Professor Al-Nawas ist voller Erwartung für die neue Herausforderung: „Gerade vor dem Hintergrund, dass es die MKG in die neue – derzeit im Bau befindliche – Zahnklinik zu integrieren gilt, ist ambitioniertes Gestalten gefragt und entsprechende Weichen sind zu stellen. Dieser Aufgabe stelle ich mich gerne.“ Nach Überzeugung von Professor Al-Nawas lässt sich die interdisziplinäre Arbeit im Bereich Forschung, Lehre und Krankenversorgung im Neubau der Zahnklinik optimal gestalten. „Die Schwerpunkte der Universitätsmedizin Mainz insbesondere der Forschungsschwerpunkt BiomaTiCS, bieten für die MKG wichtige Anknüpfungspunkte für eine erfolgreiche Entwicklung. Im Bereich Lehre werden wir die konsequente Einbindung in die Rudolf Frey Lernklinik der Universitätsmedizin und die Weiterentwicklung des interaktiven Lernzielkatalogs ILKUM voranbringen.“ Darüber hinaus beabsichtigt Professor Al-Nawas die MKG als international ausgewiesenen Schwerpunkt für Implantologie und den Bereich plastisch-rekonstruktive Chirurgie weiterzuentwickeln. Des Weiteren verspricht er sich für die MKG wichtige Impulse von den Themen digitaler Workflow mit virtueller Realität und Navigation im OP.

Der scheidende Professor Wagner hatte insbesondere dazu beigetragen, den exzellenten Ruf der Mainzer MKG auf Ebene der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie von Tumorpatienten und der Behandlung von Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zu begründen. Auch führte er unterschiedlichste mikrochirurgische Techniken ein und hat im Bereich der Transplantationschirurgie – unter anderem mit Knochenersatzmaterialien – Maßstäbe gesetzt. Er war unter anderem Vorstandsmitglied verschiedener wissenschaftlicher Fachgesellschaften und Funktionsträger im Wissenschaftsrat. Darüber hinaus gehörte er der Enquete-Kommission der neuen Approbationsordnung an. Dadurch konnte die Mainzer MKG die Fachentwicklung in Deutschland wesentlich mitgestalten.

Zur Person von Univ.-Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas

Bilal Al-Nawas wurde 1968 in Frankfurt am Main geboren und studierte von 1986 bis 1996 in Frankfurt, Saarbrücken und Zürich Human- und Zahnmedizin. Seit 1997 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie – Plastische Operationen der Universitätsmedizin Mainz. Von 2012 bis 2016 fungierte er als Sprecher des Forschungsschwerpunkt BiomaTiCS der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Ebenfalls in 2012 gewann er den Preis der Lehre der Universitätsmedizin Mainz. 2016 nahm er einen Ruf auf die W3-Professur der Universitätsklinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie in Halle an der Saale an. 2017 konnte ihn die Universitätsmedizin Mainz als Direktor der MKG gewinnen. Er kann auf über 150 Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften blicken. Bilal Al-Nawas ist zudem Präsident der International Federation of Dental Anesthesiology Societies.

Zur Person von Univ.-Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner

Wilfried Wagner wurde 1950 in Ludweiler an der Saar geboren. Er studierte von 1968 bis 1975 Human- und Zahnmedizin in Saarbrücken und Mainz. Im Jahr 1978 kam er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universitätsmedizin Mainz, wo er zunächst in der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie angestellt war und 1980 in die MKG wechselte. Von 1988 bis 1990 fungiert er als Leitender Oberarzt der MKG der Universitätsmedizin Mainz. Im Jahr 1990 wurde er zum kommissarischen Leiter der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie der Universitätsmedizin Mainz bestellt. Zwei Jahre später nahm er den Ruf auf den Lehrstuhl für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universitätsmedizin Mainz an. Darüber hinaus war er von 1996 bis 1999 und von 2013 bis heute Geschäftsführender Direktor der Klinik für Zahn-, Mund- und Kiferheilkunde. Er ist Mitglied von rund 20 verschiedenen hochrangigen Gremien und Kommissionen im Bereich der Zahnmedizin im In- und Ausland. So ist er unter anderem Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und Mitglied des Gesundheitsforschungsrates des Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ihm wurden zahlreiche Ehrungen verschiedender in- und ausländischer Fachgesellschaften zuteil - darunter die goldene Ehrennadel der Bundeszahnärztekammer. Des Weiteren ist er Herausgeber und Vorstandsmitglied diverser wissenschaftlicher Fachzeitschriften wie beispielsweise "Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie" und "International Poster Journal of Dentistry and Oral Medicine". 

Pressekontakt
Oliver Kreft, Unternehmenskommunikation Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131  17-7424, Fax 06131  17-3496, E-Mail: pr(at)unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

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