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Ausstellung | Cut + Paste: Wiederentdeckte Buchmalereien aus dem Mittelalter

Gutenberg-Museum, Liebfrauenplatz 5

Im Rahmen des Themenbereichs „Buch und Druck vor Gutenberg“ präsentiert das Gutenberg-Museum diese Schau als jüngstes Element der Dauerausstellung. Gezeigt werden Initialen aus einer Mainzer Malerwerkstatt des 15. Jahrhunderts, die aus einer Bibel-Handschrift herausgeschnitten wurden. Die Spurensuche zu dem „geplünderten“ Band wird in der Kabinettausstellung dokumentiert.

Ausstellungsdauer: bis 23. Februar 2023
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, www.gutenberg-museum.de


Ausstellung | Unsere Schönsten ... und der Wein

Gutenberg-Museum, Liebfrauenplatz 5

Die Präsentationsreihe von Schätzen aus dem Museumsdepot wird mit Exponaten zum Thema Wein fortgesetzt. Von der künstlerischen Betrachtung bis zum Etikett, von Liedern bis zum Werbeplakat reicht der Bogen dieser Kabinettausstellung.

Ausstellungsdauer: bis 25. September 2022
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, www.gutenberg-museum.de


Ausstellung | Rosen, Tulpen, Nelken... und der Würzwisch Im Blumengarten der christlichen Kunst

Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum, Domstraße 3

Blühende Blumen und grünende Kräuter: Man findet sie auf Gemälden und Graphiken, in Folianten und illuminierten Stundenbüchern, auf mit Seide bestickten Messgewändern und gewirkten Wandteppichen, ja selbst in harten Stein gehauen. Das Dommuseum präsentiert Ihnen auf 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche einen ganzen „Garten“ der schönsten Pflanzendarstellungen.

Ausstellungsdauer: bis 9. Oktober 2022
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, www.dommuseum-mainz.de


Ausstellung | Wälder, Flüsse, Dünen – Naturschätze in Rheinland-Pfalz

Naturhistorisches Museum Mainz (nhm), Reichklarastr. 1 und 10

Zum 75-jährigen Jubiläum lädt das nhm zu einer kleinen Reise durch die Natur unseres Bundeslandes ein. Anhand ausgewählter Beispiele werden verschiedene Lebensräume vorgestellt. Dies ist gleichzeitig ein Ausblick auf die zukünftigen neuen Ausstellungsbereiche. Als größtes Naturkundemuseum und Hüter der naturkundlichen Landessammlung von Rheinland-Pfalz möchten wir im Herzen der Landeshauptstadt ein Schaufenster für die Schätze und Schönheiten der Natur unserer Heimat sein. Dabei bieten wir nicht nur einen Blick ins Land, sondern zeigen auch, weshalb natürliche Vielfalt für uns alle so wichtig ist. Viel Vergnügen beim Entdecken!

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, www.mainz.de/nhm


Mitmachausstellung | High Tech Römer – Das Phänomen römischer Erfindungen

Landesmuseum, Große Bleiche 49-51

Fußbodenheizung, Lastkräne, Wellnessbäder oder Fruchteis – noch heute begegnen uns im täglichen Leben zahlreiche Techniken, Geräte oder Alltagsphänomene, die auf überragende Entwicklungen aus der Römerzeit zurückgehen. Wie es den Römern gelang, vor rund 2.000 Jahren ganz ohne Computer, Motoren und Elektrizität dennoch technische Meisterleistungen zu vollbringen, zeigt die Ausstellung "High Tech Römer". Die Mitmachausstellung für Jung und Alt lädt dazu ein, die genialen Erfindungen der römischen Antike nicht nur anzusehen, sondern auch selbst auszuprobieren. Die Besucherinnen und Besucher können selbst aktiv werden: An Mitmachstationen zu verschiedenen Themen kann man etwa eine römische Stadt planen, Wasser aufwärts fließen lassen, eine Brücke bauen oder römische Kurz-Nachrichten verschicken.
Für Mainz haben die Römer eine große Bedeutung. Vom Legionslager entwickelte sich Mogontiacum zum militärischen und zivilen Zentrum der Region. Aus dieser Zeit sind Fundstücke erhalten, die in der Ausstellung ebenfalls gezeigt werden.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Museon Den Haag (NL), Museum Het Valkhof Nijmegen (NL), Technopolis Mechelen (B), LVR-Landes Museum Bonn (D).

Ausstellungsdauer: bis 15. Januar 2023
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro, www.landesmuseummainz.de


Ausstellung | Homosphäre

Kunsthalle Mainz, Am Zollhafen 3–5

James Bridle, Julian Charrière, Don´t Follow the Wind, Forensic Architecture, Hemauer/Keller, Almut Linde, Cristina Lucas, Rabih Mroué, Carsten Nicolai, Walid Raad, Oliver Ressler, Tomás Saraceno, Susan Schuppli, Tétshim & Frank Mukunday

Der Mensch bewegt sich innerhalb der Homosphäre, dem Luftraum. Hierbei handelt es sich um den bodennahen Bereich der Erdatmosphäre, in dem die Zusammensetzung der Luft nahezu konstant ist. Er umschließt den gesamten Erdball und wird durch das Weltall begrenzt. Der Luftraum ist konturlos. Er bildet eine Zone mit latenten, doch existierenden Grenzen, besteht aus unsichtbaren Gasen, aus mit dem bloßen Auge nicht erkennbaren Elementen. Erst wenn er von Objekten wie Flugzeugen oder Drohnen durchquert, wenn er von riech- oder sichtbaren Stoffen verunreinigt wird, begreifen wir, dass der Luftraum uns ebenso betrifft, wie der Erdboden, auf dem wir wandeln.
Durch ihn werden wir Menschen in direkte Verbindung zueinander versetzt. Das, was sich in unserer direkten Umgebung befindet, atmen wir ein, nehmen wir aktiv in den Körper auf – frische, saubere Luft, aber weitaus häufiger belastete Gasgemische. Alles, was ihn durchquert, kann unseren Körper treffen, verletzen, verwunden. Aber umgekehrt nimmt auch der Mensch direkten Einfluss auf den Luftraum. Denn letzterer bildet die Transitzone für Stoffe, Bewegungen, Subjekte wie Objekte. Was wir an den uns umgebenden Raum abgeben, kann sich schädlich auf selbigen auswirken. Kurz: Der Luftraum und wir befinden uns in einer wechselseitigen Beziehung; wir teilen, was wir ausstoßen, transportieren, verbreiten. Dennoch läuft die menschliche Auseinandersetzung mit dem Luftraum oft unbewusst oder passiv ab. Seitdem durch die Covid19-Pandemie Aerosole das tägliche Miteinander bestimmen, seit im Ukrainekrieg der Appell laut wurde, den Luftraum zu schließen, seit die Angst vor dem Einsatz von Giftgas oder Atomwaffen erneut um sich greift, ist unsere Wahrnehmung des Luftraumes und seiner Relevanz allerdings extrem geschärft. Tatsächlich transportiert er nicht nur Viren, sondern trägt und verteilt auch Staub, Zigarettenrauch, Qualm, Gase oder Munition.
Alles Genannte macht etwas sehr Spezifisches am Luftraum deutlich: Es handelt sich um einen fluiden Raum, einen in letzter Konsequenz unkontrollierbaren Raum, der sich für das bloße Auge nicht erkennbar ausdehnt, keine klaren Konturen oder Grenzen besitzt, in hoher Geschwindigkeit durchquerbar ist und alle Menschen nahezu vollumfänglich umgibt.
Gerade das macht ihn so verletzlich und gleichzeitig brandgefährlich. Denn Sichtbarkeit ist für das menschliche Wahrnehmungs-, aber auch das Urteilsvermögen grundlegend und mittels Begrenzungen schützen wir uns. Der gesamte menschliche Organismus basiert auf dem sensiblen Gleichgewicht von Durchlässigkeit und Undurchlässigkeiten. Mit anderen Worten: Oft wissen wir erst in dem Moment, in dem unser Körper reagiert, ob sich etwas bzw. in einigen Fällen was sich durch den Luftraum bewegt und schließlich Eintritt verschafft hat. Sei dies Kohlendioxid, das wir einatmen, sei es das von Sicherheitskräften versprühte Tränengas oder ein virengetränktes Aerosol. Im Luftraum spielt sich viel mehr ab, als der Mensch wahrnimmt, denkt oder gar befürchtet. Homosphäre widmet sich dieser allgegenwärtigen, unsichtbaren Sphäre und liest sie als Bereich des Unbekannten, des Unvorhergesehen, der oftmals klandestinen Angriffe auf den menschlichen Organismus, den Menschen, Gesellschaft und Natur und damit als einen potenziellen Gefahrenraum innerhalb des Systems Erde.

Die Ausstellung wird durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration gefördert.

Ausstellungsdauer: bis 25. September 2022
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, www.kunsthalle-mainz.de 

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