Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Volker Mosbrugger, Erdsystemwissenschaftler, Biologe und Geologe, übernimmt die Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur 2026. Unter dem Titel „Wohin treibt unsere ‚Welt in Unordnung‘? Eine Annäherung an eine Total History der Erde, des Lebens und der Menschheit“ wird Mosbrugger in einer öffentlichen Vorlesungsreihe ab dem 28. April 2026 die komplexen Zusammenhänge zwischen Natur, Klima und menschlicher Entwicklung beleuchten.
Systemisches Denken für eine nachhaltige Zukunft
Mosbrugger, der von 2005 bis 2020 die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung leitete, steht für einen interdisziplinären Ansatz: „Alles hängt mit allem zusammen!“ – ein Leitgedanke, der auch die Vorlesungsreihe prägt. In zehn Terminen wird er gemeinsam mit Gastrednern wie Prof. Dr. Harald Meller und Prof. Dr. Stefan Thurner die globale „Omnikrise“ analysieren – von Klimawandel und Nachhaltigkeit bis hin zu gesellschaftlichen und ökonomischen Systemen. Mosbrugger betont: „Wir müssen die ‚Welt in Unordnung‘ als Chance begreifen, um langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln.“
Öffentlich, kostenlos, für alle Interessierten
Die Vorlesungen finden dienstags um 18:15 Uhr im Hörsaal RW 1 (Haus Recht und Wirtschaft I) statt. Der Besuch ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Die Veranstaltungen werden aufgezeichnet und später online zur Verfügung gestellt.
Zur Person: Volker Mosbrugger
Volker Mosbrugger, der sich selbst als „Naturforscher“ in der Tradition Alexander von Humboldts versteht, wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklungsgeschichte von Ökosystemen, Klimasystemen und dem Mensch-Natur-Verhältnis.
Weitere Informationen:
Programmflyer der Stiftungsprofessur 2026
Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur