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»Ein Geschichtsbuch für Europa?« - Pressemitteilung zu Online-Vortragsabend des IEG

Online-Vortragsabend: Ein Geschichtsbuch für Europa? Die internationalen Historiker-Treffen in Speyer und die Gründung des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz (1948-1950)

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz (IEG) lädt am 9. Dezember um 18:00 Uhr ein zu dem Online-Vortragsabend »Ein Geschichtsbuch für Europa? Die internationalen Historiker-Treffen in Speyer und die Gründung des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz (1948-1950)«. Es sprechen Prof. Dr. Corine Defrance, Paris/Mainz, und Dr. Christian Könne, Speyer.

Prof. Dr. Johannes Paulmann, Direktor des IEG, begrüßt und führt in den Abend ein. Corine Defrance, Professorin für Zeitgeschichte am CNRS der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und Gastwissenschaftlerin am IEG, spricht über »Die Speyerer Gespräche in der Bildungspolitik der französischen Militärregierung« und Christian Könne, Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz, über »Die Genese des Geschichtsunterrichts auf Basis von Lehrplänen und Lehrmaterialien im Hinblick auf das Thema Nation/Europa seit den Konferenzen in Speyer«. Im Anschluss tauschen sie sich bei einer Diskussionsrunde aus, moderiert von Dr. Joachim Berger, IEG. Die Veranstaltung richtet sich an die breite Öffentlichkeit. Für Lehrer der Geschichte kann sie ggf. als Weiterbildung gerechnet werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg trieb die französische Militärregierung den Aufbau der wissenschaftlichen Bildungslandschaft in Rheinland-Pfalz und hier besonders in Mainz voran. Die (Wieder-)Gründungen des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz – seit 2012 Leibniz-Institut für Europäische Geschichte –, der Johannes Gutenberg-Universität und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz wurden alle direkt von ihr beeinflusst. Eine große Rolle spielten dabei die internationalen Speyerer Historiker-Treffen der ersten Nachkriegsjahre. Mit ihrem Entschluss u.a. für ein neues Geschichtsbuch Europas um letztlich den Nationalismus zu überwinden, prägen sie bis heute zudem den Geschichtsunterricht. Grund genug, nach rund 70 Jahren auf die Inhalte und treibenden Kräfte der internationalen Historikertreffen zu schauen.

Corine Defrance war bereits 1990-1993 Fellow am IEG, erhielt 2019 den Gutenberg Research Award 2019 der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und ist seit Oktober 2020 erneut Senior Research Fellow am IEG. Zu den Speyerer Historikertreffen forscht und publiziert sie seit Längerem.

Dr. Christian Könne ist als Referent für Geschichte im Bereich Fort- und Weiterbildung des PL tätig. Das PL bietet für die Lehrkräfte die entsprechenden Fort- und Weiterbildungen an. Könne ist gleichzeitig als Lehrer für Deutsch und Geschichte und in der Lehrerfortbildung tätig, forscht und publiziert u.a. zur Geschichte in Rheinland-Pfalz und zur Schulbuch- und
Bildungsmedienforschung.

Joachim Berger, Moderator des Abends, ist Forschungskoordinator am IEG und hat anlässlich des 70. Jubiläums des IEG dieses Jahr die Ausstellung »Vom Kalten Krieg zum europäischen Umbruch. Das Institut für Europäische Geschichte 1950–1990« kuratiert. Die Ausstellung kann online auf ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/ieg2020/ besucht werden.

Kooperationspartner der Online-Veranstaltung sind das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz (PL) und das Zentrum für Frankreich- und Frankophoniestudien (ZFF) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Der Vortragsabend »Ein Geschichtsbuch für Europa? Die internationalen Historiker-Treffen in Speyer und die Gründung des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz (1948-1950)« findet am 09.12.2020 um 18:00 Uhr auf der Online-Plattform WebEx statt. Eine Anmeldung ist möglich unter info(at)ieg-mainz.de. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer Bestätigungs-E-Mail mit den Zugangsdaten.

Pressekontakt:
Dr. Juliane Schwoch, Telefon: +49 6131 39343, E-Mail: schwoch(at)ieg-mainz.de
Weitere Informationen zum Leibniz-Institut für Europäische Geschichte:
http://www.ieg-mainz.de.

 

 

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