Blutspenden sind für die medizinische Versorgung unverzichtbar – in Notfällen, bei Operationen und insbesondere in der Behandlung schwerer Erkrankungen. Gleichzeitig sind kritische Engpässe in der Versorgung keine Seltenheit. Um die Blutspendebereitschaft weiter zu stärken, neue Spender:innen zu gewinnen und gleichzeitig krebskranke Kinder aus der Region zu unterstützen, hat das Institut für Transfusionsmedizin – Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz im Juni 2024 gemeinsam mit der Kinderkrebshilfe Mainz e.V. und der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin die Aktion „Blut tut Gut(es)“ ins Leben gerufen. Seitdem sind 27.878 Euro an Spenden zusammengekommen, die nun der Kinderkrebshilfe übergeben worden sind.
Blutprodukte sind nur begrenzt haltbar und müssen daher kontinuierlich neu gewonnen werden. Jede Spende kann für Patient:innen der Universitätsmedizin Mainz entscheidend sein – auch in der Krebstherapie, in der Blutprodukte regelmäßig eingesetzt werden. Rund 19 Prozent des Blutes aus Blutspenden werden für Krebspatient*innen benötigt, die häufig wiederholt auf Transfusionen angewiesen sind.
Einfacher Mechanismus: Aufwandsentschädigung freiwillig spenden
Die Aktion „Blut tut Gute(Es)“ setzt auf ein niedrigschwelliges Prinzip: Blutspender*innen in der Mainzer Transfusionszentrale erhalten nach der Spende eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 27,50 Euro. Wer möchte, kann diesen Betrag ganz oder teilweise zugunsten der Kinderkrebshilfe Mainz e.V. spenden. Die Kampagne war zunächst gezielt auf regionale Unternehmen ausgerichtet: Betriebe konnten gemeinsam mit der Transfusionszentrale Blutspendetermine organisieren und so Mitarbeitenden eine unkomplizierte Teilnahme ermöglichen.
Inzwischen ist die freiwillige Spende auch unabhängig von Unternehmensaktionen möglich: In der Transfusionszentrale Mainz steht eine Spendenbox, in die auch Privatspender*innen ihre Aufwandsentschädigung geben können. Dieses Angebot soll in einem nächsten Schritt auch auf öffentliche Außentermine der Transfusionszentrale ausgeweitet werden – damit Blutspenden und freiwilliges Engagement noch einfacher miteinander verbunden werden können.
Zwischenbilanz: 27.878 Euro für die Kinderkrebshilfe
Die Bereitschaft, nach der Blutspende zusätzlich zu helfen, ist groß: Bis heute sind 27.878 Euro zusammengekommen, die nun der Kinderkrebshilfe Mainz übergeben wurden und somit krebskranke Kinder in der Region unterstützen.
Univ.-Prof. Dr. med. Daniela Krause, Direktorin des Instituts für Transfusionsmedizin Mainz, betont den Versorgungsgedanken: „Jede Blutspende zählt! Wir freuen uns über alle, die durch ihre Spende einen Beitrag zur Versorgung unserer Patient:innen leisten. Dass viele Spenderinnen und Spender darüber hinaus freiwillig ihre Aufwandsentschädigung weitergeben, ist ein starkes Zeichen der Solidarität.“
Univ.-Prof. Dr. med. Corinna Grasemann, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, sieht einen klaren Benefit für die gesamte Kinderklinik: „Blutprodukte werden in der Kinder- und Jugendmedizin in vielen Situationen dringend benötigt – nicht nur in der Onkologie, sondern auch bei schweren Infektionen, nach Unfällen oder Operationen sowie bei akuten und chronischen Erkrankungen. Jede zusätzliche Blutspende stärkt daher die Versorgungssicherheit für alle Kinder und Jugendlichen, die bei uns behandelt werden. Deshalb sind wir sehr dankbar für diese Aktion.“
Univ.-Prof. Dr. med. Jörg Faber, Leiter des Kinderonkologischen Zentrums Mainz., ergänzt mit Blick auf die Behandlung krebskranker Kinder: „Gerade Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen und Blutkrankheiten sind häufig wiederholt auf Blutprodukte angewiesen – etwa während intensiver Therapien oder bei Komplikationen. Jede Blutspende kann hier unmittelbar dazu beitragen, Behandlungen sicher durchzuführen und die Versorgung stabil zu halten. Umso mehr freuen wir uns über die große Resonanz auf ‚Blut tut Gut(es)‘: Hinter dieser Summe stehen viele Menschen, die mit einem Termin gleich doppelt helfen – sie spenden Blut und unterstützen zugleich unsere Arbeit für betroffene Familien.“
Weiterhin Blutspender*innen gesucht – Unternehmen können Termine ermöglichen
Die Universitätsmedizin Mainz ruft dazu auf, weiterhin Blut zu spenden: Blutprodukte werden jeden Tag benötigt. Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen sind herzlich eingeladen, sich an Blutspendeterminen zu beteiligen oder – etwa als Betrieb – gemeinsam mit der Transfusionszentrale eigene Termine umzusetzen.
Das Institut für Transfusionsmedizin - Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz hat es sich zur Aufgabe gemacht, das von Spender:innen bei Außenterminen oder in der Zentrale selbst bereitgestellte Blut auf seine Sicherheit hin zu prüfen und es den Patient:innen der Universitätsmedizin Mainz innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung zu stellen. Es führt Diagnostiken zur Bestimmung von Blutgruppen, irregulären Antikörpern und zur Gewebetypisierung durch und betreibt aktiv Erforschungen des Knochenmarks, der Produktionsstätte für unsere Blutzellen, um neue Therapieformen zu entwickeln.
Die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin ist Teil der Universitätsmedizin Mainz und verfügt über hochspezialisierte Schwerpunkte sowie ein breites allgemeinpädiatrisches Angebot. Sie versorgt Familien aus Mainz und weit darüber hinaus: Im Notfall, bei chronischen Erkrankungen und bei seltenen Diagnosen.
Die Kinderkrebshilfe Mainz e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die 2009 von Kinderärzt:innen des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz gegründet wurde. Ziel der Kinderkrebshilfe Mainz ist es, krebskranken Kindern eine bestmögliche Behandlung zu garantieren und ihre Heilungschancen durch intensive Forschungen zu verbessern – und damit den Krebs gemeinsam zu besiegen.
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Daniela Krause
Institut für Transfusionsmedizin - Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz
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Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de